Von Trommeln, Saiten und Klanginstrumenten – eine kleine Reise durch die Musikwerkstatt
In der Musikwerkstatt haben sich im Laufe der Zeit viele Instrumente angesammelt. Meine Leidenschaft für Töne und Klänge und das Musizieren im Allgemeinen ist sicherlich der Grund dafür, dass der klingende Fundus ständig wächst.
Orff-Instrumente sind in jeder Musikstunde dabei und dienen uns sowohl ganz klassisch als Begleitinstrumente als auch auf sehr kreative und spielerische Weise zur Vertonung und als Rhythmusgeber in unseren Stundensettings. Das kleine Schlagwerk (Handtrommeln, Triangeln, Zimbeln, Rasseln oder Klanghölzer) und Fellinstrumente (zum Beispiel Floordrums oder Rahmentrommeln) bilden unsere instrumentale Basis.
Daneben sind uns Djembe und Cajon beliebte Taktgeber.
Je nach Stundenbild nutzen wir Schlagspiele wie Metallophone, Xylophone oder Glockenspiele, die ideal zur Exploration, Improvisation und einfachen Liedbegleitung sind.
Neben Schlagspielen binde ich ebenfalls Saiteninstrumente ein. Ukulele, Gitarlele und Gitarre sind in jeder Musikstunde dabei. Das Saitenspiel begeistert ebenso wie die Choroiharfe, und wir stellen fest, dass einfache Melodien beispielsweise auf dem Saitenspiel in Windeseile eingeübt sind. Kinder erfüllt dies mit Stolz und lässt sie mit der Zeit immer selbstwirksamer und mutiger im Umgang mit ihrer eigenen Stimme und ihrer Musikalität werden.
Das Saitenspiel hat zehn weiche, silberumsponnene Kunststoffsaiten, ähnlich den Saiten einer Harfe. Es klingt zart und hat eine beruhigende Wirkung. Mein Saitenspiel hat eine diatonische Stimmung, sodass es für uns nicht nur gedankliche Bilder vertonen kann, sondern zugleich den Weg des Sonnenstrahls vom Himmel zur Erde, vom Oben zum Unten, vom Hoch zum Tief erfahren lässt.
Ähnlich sanft klingen Koshis, die sich wunderbar für den entspannungspädagogischen Einsatz eignen und Innehalten sowie Fokussiertsein fördern.
Auch für das gemeinsame Singen bieten sich Koshis oder das Saitenspiel an, um beispielsweise tiefes Atmen im Sinne der Stimmbildung zu fokussieren oder Übungen zur Lockerung der Halsmuskulatur klanglich zu begleiten.
Sehr speziell wird es, wenn wir uns die Groowah-Tube ins Musiksetting holen oder mit Wah-Wah-Tube, Wildschweinpfeife und Windgeheul für weniger musische, als vielmehr explorative Sounds sorgen.
Neben der klassischen Musiklehre sorgen spielerische Akzente, wie beispielsweise Geräusche-Raten oder die Vertonung von Geschichten, für Abwechslung, tiefgehende Erfahrungen und einen reichhaltigen Klangraum.

