Im Alter von ca. 5 Jahren fand ich auf dem Dachboden meines Elternhauses eine alte Gitarre, die von irgendwoher stammte und die niemand spielte. Ich erinnere mich, wie sie damals auf dem Fußboden vor mir lag und eine große Neugierde auslöste. Mit ca. 6 Jahren begann ich meinen ersten Gitarrenunterricht. Mit ca. 12 Jahren entdeckte ich parallel dazu das Spiel an der elektronischen Orgel, dem ich jedoch nach einiger Zeit das Klavierspiel vorzog.
Schon früh begann ich, eigene musikalische Ideen zu entwickeln und in kleine Stücke zu verwandeln. Eines dieser Stücke für klassische Gitarre durfte ich im Rahmen eines großen Vorspiels aufführen – ein prägender Moment, in dem ich erstmals erlebte, wie Musik aus dem eigenen Tun heraus entsteht und sich mit anderen teilen lässt.
Ein musisches Elternhaus und mein heiliger Dachbodenfund waren der Anfang meines Weges. Sie haben mir gezeigt: Musik kann man nicht nur hören, sondern auch sehen, greifen und fühlen. Genau diesen multisensorischen Zugang mache ich heute zum Kern meiner elementaren Musikpädagogik: Kindern den Raum zu geben, Musik mit allen Sinnen zu begreifen und selbst schöpferisch tätig zu werden.