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Eine Runde Musik*Kunde

Ein Blick in „Die Geschichte der Musik für Kinder“

RezensionsexemplarWerbung: Das Buch wurde mir kostenfrei vom MIDAS Verlag zu Rezensions- und Werbezwecken zur Verfügung gestellt.

Was ist groß und kunterbunt, beflügelnd, inspirierend und bereichernd? Was lässt uns lauschen und in Schwingung kommen?

Ein Blick in „Die Geschichte der Musik für Kinder“
geschrieben von Mary Richards und David Schweitzer,
fantastisch illustriert von Rose Blake
im MIDAS Verlag erschienen
und ein Geschenk für kleine und große Musikliebhaber!

Schon lange habe ich nach einem Kinderbuch gesucht, das spannend über Musik und Geräusche berichtet und kindgerecht über die Entstehung der Musik in der Vergangenheit und heute erzählt. Ich war auf der Suche nach einem Buch, das grundlegende Fragen zur Musik und zum Musikmachen stellt, ohne in der Beantwortung zu tief ins kleinste Detail und in theoretische Welten abzuschweifen.

Lebhaft und abwechslungsreich berichten Mary Richards und David Schweitzer zeitnah und peppig in kindgerechter Sprache von den Anfängen der Musik bis heute. Ihr Blick in die Geschichte der Musik hüpft dabei ständig in der Zeitleiste hin und her und folgt somit keiner chronologischen Reihenfolge. Ihr Fokus liegt nicht auf irgendwelchen Daten und Epochen, sondern auf dem großen Ganzen:

Was ist Musik und was war die Ursprungs-Musik?
Haben Vogelstimmen die ersten Melodien erklingen lassen und ist die Stimme an sich das erste Instrument überhaupt?
Warum singt man und was passiert, wenn man singt?
Wo beginnt Musik und was ist Lärm?

Illustration aus dem Buch Die Geschichte der Musik für Kinder

Stellt Euch vor, der Lärm, den die Nachbarn mit einem Hammer und einem Nagel in der Wand verursachen, würde einem bestimmten, wiederkehrenden Rhythmus folgen.
Wäre es dann immer noch Lärm oder schon Musik?

Musik früher und Musik heute unterscheiden sich, obwohl die Gründe für das Musizieren sicherlich oft ähnlich waren:

Menschen musizieren, weil Singen und Musizieren glücklich macht. Musik beflügelt, aktiviert und verändert dadurch Herzschlag, Atemfrequenz und Blutdruck. Die aktivierende als auch die entspannende Wirkung von Musik bedingen Muskelan- und -entspannung. Wenn wir Musik mit bestimmten Orten, Personen oder Gegebenheiten aus der Vergangenheit verknüpfen, kann Musik Erinnerungen wachrufen und Gedanken beeinflussen.

Trotz ähnlicher Beweggründe ist die Art der Musik früher und heute an bestimmte Personen, Zeiten und Orte geknüpft. Überreste altertümlicher Instrumente lassen uns vermuten, wie die Menschen früher musiziert haben. Es gibt viele heilige Schriften, in denen wir über die Musik von früher nachlesen können. Sogar in der Bibel wird erzählt, dass der liebliche Gesang der Harfe böse Geister vertrieb und Musik eng mit Religion verbunden war.

Eine Notenschrift gab es anfangs nicht. Vielmehr wurden Melodien und Lieder nach Gehör weitergegeben und so von Generation zu Generation übertragen. Später schrieben Kirchenmusiker einfache Musikstücke und Komponisten erfanden Wege, um auch komplizierte Musik aufzuschreiben und für die Nachwelt zu hinterlassen.

Weitere farbenfrohe Illustration aus dem Musikbuch

Heute ist Musik allgegenwärtig und für jedermann und „jede Frau“ nahezu überall abrufbar und umsetzbar. Musik wird aufgezeichnet und somit konserviert. Musik kann akustisch verstärkt und durch Synthesizer und andere technische Finessen verändert werden. Musik kann gezupft und geblasen erklingen. Rhythmus breitet sich durch Trommelschläge aus und ist für uns auch als Schwingung fühlbar. Im Orchester wird Musik von vielen gelebt, während ich zu Hause im Kleinen für mich singe und musiziere.

Oft summe ich, mehr oder weniger gedankenverloren, eine Melodie vor mich hin – beim Spazierengehen oder Autofahren, beim Aufräumen oder Kochen, unter der Dusche oder auf dem Weg zum Briefkasten. Eigentlich summe oder singe ich immer. Meist sind es wahllose Töne und kleine Melodien, die sich ganz zufällig ergeben: Ich improvisiere, ohne dass ich dabei an Improvisation denke. Doch wann ist eine spontan erdachte Melodie improvisiert und wann spricht man von Komposition?

„Die Geschichte der Musik für Kinder“ eröffnet spannende Fragen und findet spannende Antworten, die farbenprächtig und modern bebildert, lebhaft und erfrischend in kindgerechter Art und Weise in die Welt der Musik einladen!

Bibliografie:

„Die Geschichte der Musik für Kinder“
Autoren: Mary Richards und David Schweitzer
Illustratorin: Rose Blake
Übersetzung: Claudia Koch
Midas Verlag AG, 1. Auflage 2021
Hardcover, 96 Seiten
Altersempfehlung: für kleine und große Musikliebhaber
ISBN: 978-3-03876-200-3